Verschraubte Restauration
Zur Klärung der Terminologie: Die meisten Implantatversorgungen sind verschraubt, weil der transgingivale Aufbau mit dem Implantat verschraubt ist, auch zementierte Versorgungen. Bei einer verschraubten Versorgung sind die Krone und der Aufbau fest und direkt mit dem Implantat verschraubt.
Dabei ist zu beachten, dass zwischen dem Implantatkopf und der gegenüberliegenden Okklusionsfläche eine Mindesthöhe von 4 mm erforderlich ist.
Diese Art der Implantatversorgung kann sowohl für einfache Kronen als auch für die Rehabilitation des gesamten Zahnbogens durchgeführt werden. Der Vorteil von verschraubten Kronen oder Brücken ist, dass sie für Wartungsarbeiten (Periimplantitis-Behandlung, erneutes Verschrauben) oder für ästhetische Änderungen (Neuanfertigung des Zahnersatzes) herausgenommen werden können. Die Auswahl an Materialien reicht von Gold bis hin zu Vollkeramik-Restaurationen.
Um den Erfolg dieser Art von Versorgung zu gewährleisten, ist es wichtig, die Bedeutung der Position des Implantats zu betonen, die nahezu perfekt sein muss. Das Zugangsloch für die Schraube muss bei Frontzähnen durch die Lingualfläche und bei Seitenzähnen durch die Mitte der Okklusionsfläche gehen. Zum Schutz des Schraubenkopfes und aus ästhetischen Gründen ist es notwendig, Teflon in den Zugangskanal zu legen und das Zugangsloch mit Komposit zu versiegeln.
Die verschraubte Prothese auf einem Implantat hat bestimmte Vorteile, wie die Tatsache, dass die Restauration herausnehmbar ist, aber auch die Möglichkeit, die Verwendung von Zementen und die Risiken der Resorption im Kopfbereich zu vermeiden. Bestimmte klinische Situationen sprechen jedoch für die Wahl einer zementierten Versorgung. Wenn die Implantatachse zu sehr divergiert, sollten zementierte Versorgungen verwendet werden. Wenn die prothetische Höhe zu groß ist, können die auf den Aufbau wirkenden Kräfte erheblich sein, und das Frakturrisiko steigt beträchtlich. Auch dies kann den Zahnarzt dazu veranlassen, eine zementierte Prothese zu wählen.
Die verschraubte Versorgung kann mehr Zeit in Anspruch nehmen, da die proximalen und okklusalen Kontakte angepasst werden müssen. Ein Grund dafür ist, dass keine provisorische Versorgung angefertigt wurde und sich die Nachbarzähne zwischen Abdrucknahme und Einsetzen bewegt haben können.
Darüber hinaus muss der okklusale Kontakt sehr leicht sein und knapp außerhalb der Okklusion liegen. Im Gegensatz zu Implantaten, die kein parodontales Ligament besitzen, haben die verbleibenden natürlichen Zähne die Möglichkeit, bei Kaubewegungen leicht in ihre Knochensockel einzusinken. Es wird daher empfohlen, nur einen okklusalen Kontakt direkt auf dem Implantat herzustellen.