Zementierte Restauration
Zementierte, implantatgetragene Prothesen sind den traditionellen zementierten Versorgungen auf natürlichen Zähnen sehr ähnlich. In einigen Fällen ist diese Art der Versorgung unerlässlich, um ein angemessenes ästhetisches Ergebnis zu erzielen, insbesondere im Frontzahnbereich mit einer Implantatachse auf der Bukkalfläche. Es ist zu beachten, dass eine Mindesthöhe von 6 mm zwischen dem Implantatkopf und der gegenüberliegenden Kaufläche erforderlich ist, damit die Restauration korrekt aufgebaut werden kann. Zementierte implantatgetragene Versorgungen eignen sich sowohl für einfache Situationen (Einzelimplantate) als auch für komplexere Situationen (Teil- oder Vollbrücken auf Implantaten). Ein weiterer Vorteil dieser Art von Versorgung besteht darin, dass das Implantat nicht mit hoher Präzision positioniert werden muss, um ein erfolgreiches Ergebnis zu erzielen. Durch die Verwendung eines Abutments kann eine divergierende Implantatachse ausgeglichen werden.
Wenn kein provisorischer Zement verwendet wird, besteht der größte Nachteil dieser zementierten Versorgung darin, dass sie nur schwer zu entfernen ist. Die Prothese muss unter Umständen herausgeschnitten werden, um wieder Zugang zum Pfeiler zu erhalten, was bei verschraubten Versorgungen nicht der Fall ist. Die Auswahl an Restaurationsmaterialien, die für solche Prothesen verwendet werden können, ist groß: von Vollgold über Metallkeramik bis hin zu Keramik.
Bei diesem Verfahren wird die Krone auf einen natürlichen Zahn zementiert, wie jede andere konventionelle Restauration, die auf einen natürlichen Zahn zementiert wird, nachdem die Schnapp-Kupplung auf dem Implantat des Patienten installiert wurde. Um Zementausbrüche im Sulkus zu vermeiden, wird empfohlen, einen provisorischen Befestigungszement zu verwenden, der mit einem Pinsel auf die Innenseite der Prothese aufgetragen wird. Überschüssiger Zement sollte vermieden werden, um die in der Literatur beschriebenen Resorptionserscheinungen am Implantathals zu verhindern.
Das Anpassen der approximalen und okklusalen Kontakte kann mehr Zeit in Anspruch nehmen. In der Regel wird kein Provisorium angefertigt, und die Nachbarzähne können sich während der Zwischenphase der Abformung und des Einsetzens bewegt haben.
Darüber hinaus muss der okklusale Kontakt sehr leicht sein und knapp außerhalb der Okklusion liegen. Im Gegensatz zu Zahnimplantaten erlaubt das parodontale Ligament der verbleibenden natürlichen Zähne, dass diese bei Kaubewegungen oberflächlich in ihre Knochensockel einsinken. Es wird daher empfohlen, nur okklusalen Kontakt direkt auf dem Implantat herzustellen.