Procera Implant Bridge (PIB) Implantat-Brücke
Eine weitere Alternative für Patienten ist eine Procera®-Implantatbrücke (PIB), eine Untergruppe der Hybridprothesen, die die Vorteile von mit Metall verschmolzenen Porzellanversorgungen mit denen einer Hybridprothese kombiniert. Dabei handelt es sich um Vollprothesen, die nur von Implantaten getragen werden, ohne Kontakt zum Weichgewebe, und die mit einer Struktur verschraubt sind, die auf mehreren Pfeilern im Ober- und Unterkiefer aufgebaut ist. Die Patienten können die Brücke nicht selbst herausnehmen, so dass sie sich mit ihrem natürlichen Zahn wohler fühlen, aber sie müssen sich auch zu regelmäßigen Wartungsbesuchen alle sechs Monate oder einmal im Jahr verpflichten.
Die PIB besteht aus einem rosafarbenen Porzellan-, Zirkonium- oder Acrylgerüst, das auf den Implantaten befestigt wird und jeden Zahn einzeln für die Aufnahme einer zementierbaren Einzelkrone vorbereitet. Kronen aus Porzellan oder Zirkoniumdioxid bieten den Patienten ein besseres ästhetisches Ergebnis und erhöhen die Haltbarkeit der Restauration sowie die Bissfestigkeit und Stabilität. Diese Versorgungen sind eine teurere Alternative für Patienten mit anderen Nachteilen wie Porzellanabplatzungen und schwierigen Reparaturen bei großen Frakturen.
Die Implantatposition ist weniger kritisch als bei einer Hybridprothese, da sie mit dem Gerüst korrigiert werden kann und kein Zugang für Schraubenlöcher erforderlich ist. Das Gerüst kann mit traditionellen Wachs- und Gusstechniken hergestellt oder mit CAD/CAM-Technologie gefräst werden. Wie bei jeder anderen implantatgetragenen Versorgung muss auch hier ein passiver Sitz auf den Implantaten gewährleistet sein, damit die Versorgung erfolgreich ist. Die Anzahl der für diese Versorgung benötigten Implantate hängt von der Anzahl der zu ersetzenden Zähne ab, wobei fünf Implantate das Minimum darstellen sollten.
Das Gerüst wird zunächst im Labor angefertigt und später mit Einzelkronen aus Porzellan oder Zirkoniumdioxid ergänzt, die auf das Gerüst zementiert werden. Sollte eine dieser Kronen abplatzen oder brechen, kann sie problemlos ersetzt werden, ohne dass die gesamte Versorgung neu angefertigt werden muss.
Wenn den Patienten dieser Behandlungsplan vorgeschlagen wird, müssen bestimmte Überlegungen berücksichtigt werden, wie z. B. ein ausreichender interokklusaler Raum für ein angemessenes prothetisches Design mit Implantaten, Gerüst und Kronen sowie die Art des Antagonistenzahns, den der Patient hat. Bei Patienten mit einer Kunststoffprothese im Gegenkiefer kann es zu einer schnelleren Abnutzung der Prothese kommen, die einen häufigeren Austausch erfordert. Natürliche Zähne können auch gegen eine Vollprothese aus Porzellan oder Zirkoniumdioxid getragen werden.
Wie bei Hybridprothesen müssen die Patienten in gründlicher Mundhygiene unterwiesen werden, da sie die Prothese nicht herausnehmen können, und es muss für eine ordnungsgemäße Entfernung von Plaque und Ablagerungen gesorgt werden, um die Stabilität des Implantats zu gewährleisten und Periimplantitis zu vermeiden. Diese Behandlung wird nicht für ältere Patienten empfohlen, die nicht in der Lage sind, diese Prothesen zu reinigen, und für die eine Deckprothese eine bessere Alternative sein könnte.